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	<title>Ehe im Vexin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Herzogtum Vexin</subtitle>
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		<id>http://www.wiki.herzogtum-vexin.de/index.php?title=Ehe_im_Vexin&amp;diff=21&amp;oldid=prev</id>
		<title>Boni: Die Seite wurde neu angelegt: „''''XXV. Mann und Frau''''&lt;br/&gt; ''1 Die Schöpfung ist gefügt, dass alles in Paaren besteht.''&lt;br/&gt; ''2 So ist es auch mit Mann und Frau.''&lt;br/&gt; ''3 Denn Frau…“</title>
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		<updated>2012-03-14T10:39:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;XXV. Mann und Frau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;1 Die Schöpfung ist gefügt, dass alles in Paaren besteht.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;2 So ist es auch mit Mann und Frau.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br/&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;3 Denn Frau…“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;''''XXV. Mann und Frau''''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''1 Die Schöpfung ist gefügt, dass alles in Paaren besteht.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''2 So ist es auch mit Mann und Frau.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''3 Denn Frau und Mann gehören zusammen.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''4 Sie sollen miteinander leben und einander stützen.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Léonie 25, 1-4''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ehe, oder vielmehr die [[Familie]], nimmt in der Botschaft der Heiligen einen festen Platz ein. Allein im ersten Band des [[Canon Sophie]] widmet [[Sainte Sophie]] der Familie drei Kapitel (XXV-XXVII). Nach der Lehre der Heiligen gehören Mann und Frau zusammen, so wie die gesamte Schöpfung in Paaren geordnet ist. Entsprechend ist die Ehe ein heiliger Stand, der ein wichtiges Element im Alltag der Vexiner einnimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eheschließung und die gesellschaftlichen Konventionen richten sich stark nach dem Stand der zukünftigen Ehegatten. Während die Eheschließung selbst ein religiöses Ritual ist, sind auch weltliche Interessen und Ansprüche an sie geknüpft. Über Mitgiften und Morgengaben wird nicht selten erbittert gefeilscht. Besonders im [[Adel]] werden solche Vereinbarungen sorgfältig ausgearbeitet, da hier eine Familienverbindung auch politische Folgen hat. Aber auch die [[Volk|einfachen Leute]] schauen sehr genau auf die Umstände, denn die Heirat definiert den zukünftigen Status der eigenen Familie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ehe im Adel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eheschließungen zwischen Adligen haben immer eine politische Dimension. Verwandtschaft schafft ein festeres Band zwischen zwei [[Familien]], als es [[Treueschwur|Treueschwüre]] je könnten. Deswegen sind alle Adelshäuser an die Zustimmung ihres [[Herr|Lehensherrn]] gebunden, bevor eine Eheschließung stattfinden kann. [[Landritter]] brauchen die Zustimmung ihres [[Seigneurs]], [[Hausritter]] die ihres Herrn und Seigneurs die des [[Herzog|Herzogs]]. Der Lehensherr kann die Heirat verbieten, wenn sie einer Familie zu großen Einfluss verschafft oder dadurch Unruhe unter seinen [[Vasall|Vasallen]] entstehen könnte. Sind beide Familien an unterschiedliche Herren gebunden, holt man traditionell die Erlaubnis beider Herren ein. Rechtlich reicht es aber, wenn die Familie der Braut die Zustimmung erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heiratsverhandlungen werden meist direkt zwischen den Familienoberhäuptern (männlichen und weiblichen) geführt. Die zukünftigen Ehepartner haben nur selten ein Wort mitzureden. Die Verhandlungen umfassen die Mitgift der Braut, die meist aus großen Geldsummen und wertvollen Sachgaben (Pferde, Möbel, Rüstungen, Leibeigene etc.) besteht. Dabei muss die Mitgift dem Stand der gebenden Familie angemessen sein. Eine Braut, deren Mitgift zu niedrig ausfällt, wird belächelt und sinkt im Ansehen der Gesellschaft. Der zukünftige Ehemann muss eine [[Morgengabe]] bereit stellen, die seiner Braut ein unabhängiges Einkommen ermöglicht. Das können Landgüter oder ein fixes Vermögen sein. Auf diese Morgengabe hat der Ehemann nach der Hochzeit keinen Zugriff mehr. Sie ist rechtlicher Besitz der Braut, die damit nach eigenem Ermessen verfahren kann. Die Morgengabe soll die Braut im Todesfall ihres Mannes absichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Heiratsvertrag zwischen den Familien wird dem Lehensherrn vorgelegt, der Änderungen befehlen kann, wenn er dies für angemessen hält. Die Vorlage geschieht öffentlich, die Bedingungen der Eheschließung sind also allgemein bekannt. Sobald der Vetrag besiegelt ist, gelten die zukünftigen Ehegatten als Verlobt, bis die eigentliche Hochzeit statt finden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erbrecht|Erbrechtlich]] sind Ehen zwischen Adligen nur selten relevant. Da über Töchter nur vererbt wird, wenn keine lebenden Söhne in direkter Linie erbberechtigt sind, sind diese Erbfälle selten. Anders sieht es bei verwitweten [[Erbin|Erbinnen]] aus. Diese sind besonders bei landlosen Rittern sehr begehrt und haben das Recht, sich ihren zukünftigen Ehemann auszusuchen. Dabei brauchen sie allerdings auch die Zustimmung ihres Lehensherrn.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Ein Beispiel zur Erblinie:''' Ein Chévalier hat bei seinem Tod drei Kinder: Seine Tochter Desiree (erstes Kind), den Sohn Antoine (zweites Kind) und den Sohn Bernard (Drittes Kind). Antoine ist verheiratet und hat einen Sohn, Everard, und eine Tochter, Fabienne. Die Erblinie für das Lehen sieht also wie folgt aus:&lt;br /&gt;
# Antoine&lt;br /&gt;
# Everard&lt;br /&gt;
# Fabienne, so sie zu diesem Zeitpunkt verheiratet ist&lt;br /&gt;
# Bernard&lt;br /&gt;
# Desiree, so sie zu diesem Zeitpunkt verheiratet ist&lt;br /&gt;
* Gibt es zum Zeitpunkt des Erbfalls keine männlichen Nachkommen und wären weder Fabienne noch Desiree verheiratet, würde Fabienne den Status als Erbin des Lehens erhalten.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Wappen]] der Familie wird meist unverändert beibehalten. Doch haben sich in der langen Geschichte des vexiner Adels genug Sonderfälle angesammelt, dass es auch hier Abweichungen gibt. Bei Hochzeiten zwischen Ranggleichen nimmt für gewöhnlich die Frau das Wappen des Mannes an. Heiratet ein landloser Ritter eine Erbin, nimmt er ihr Wappen an oder die Wappen werden vereint, Ähnlich kann bei anderen Rangunterschieden verfahren werden. Die herzogliche [[Heroldsakademie]] berät die Familien und erstellt nach Bedarf eine veränderte Wappenform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehen im Volk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eheschließungen unter [[Volk|Gemeinen]] haben meist weniger weitreichende Folgen. Trotzdem werden Mitgift, Morgengabe und Status beinahe ebenso peinlich genau beachtet, wie im [[Adel]]. Der wichtigste Unterschied ist hier, das zwischen den zukünftigen Ehepartnern meist bereits im Vorfeld eine gewisse Zuneigung besteht und abgesprochene Ehen eher die Ausnahme sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dimensionen des Ehevertrags sind natürlich gänzlich andere. Mitgift und Morgengabe sind meist Alltagsgegenstände und Nutzgüter (Vieh, Saatgut, etc.). Junge Mädchen arbeiten in ihrer spärlichen Freizeit oft an ihrer Mitgift, indem sie Leinen weben oder besticken. Der Ehevertrag wird nur selten schriftlich fixiert, sondern von den Familien per Handschlag vereinbart, meist unter Aufsicht von [[Priesterin|Priesterinnen]] und Zeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Status spielt insofern eine Rolle, als das niemand außerhalb seines Standes heiraten würde. [[Leibeigene]] heiraten Leibeigene (wozu die Zustimmung des Herrn gebraucht wird). [[Freie]] und [[Stadtbewohner]] heiraten ebenso unter sich. Reiche [[Bürger]] und Handelsherren grenzen sich ebenso bewusst ab, wobei Hochzeiten zwischen [[Ritter|Rittern]] und Bürgertöchtern gelegentlich vorkommen. Deswegen ähneln die Heiratskonventionen der Bürger eher dem Adel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchenangehörige und die Ehe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer der [[Église du Vexin|Kirche]] beitritt, verzichtet nicht automatisch auf eine [[Familie]]. Auch ist Enthaltsamkeit keine Voraussetzung für eine Kirchenlaufbahn. Grundsätzlich erwartet die Kirche, dass ihre Angehörigen zuerst der [[Sainte Sophie|Heiligen]] verbunden sind. Das ist aber kein Hindernis, um eine weltliche Bindung einzugehen. Allerdings ist es eher selten, das Kirchenmitglieder jemanden außerhalb der Kirche heiraten. Nur wenige Menschen können ein Familienleben führen, in dem die Heilige vor den Bedürfnissen der Familie steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Novizin und Novize|Novizen]], [[Nonne und Mönch|Mönche]] und [[Nonne und Mönch|Nonnen]] dürfen nicht heiraten, solange sie ein Leben im [[Kloster]] führen wollen. Wenn sie als [[Sekretäre]] oder Beamten das Kloster verlassen, können sie heiraten, dürfen aber nicht mehr ins Kloster zurück kehren. Gardiennes der [[Garantes de la Foi]] dürfen nicht heiraten, da man von ihnen erwartet, sich für ihre Schützlinge zu opfern. [[Priesterin|Priesterinnen]], [[Professoren]], [[Diacresse|Diakoninnen]] und sogar [[Avocate|Avocates]] dürfen verheiratet sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gibt es eine Einschränkung. Wenn ein Kirchenmitglied heiratet, kann sie oder er nicht weiter in der [[Kirchenhierarchie|kirchlichen Hierarchie]] aufsteigen. Um einen der höchsten Posten der Kirche zu erreichen, muss man sich ganz der Heiligen hingeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Hochzeitsritual ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentliche Hochzeit läuft in allen Ständen nach dem gleichen Muster ab. Die Ehe wird von einer [[Priesterin]] im Zuge einer Messe geschlossen. Hochrangige Adlige lassen die [[Messe]] oft von [[Avocate|Avocates]] oder sogar [[Archavovate|Archavocates]] schließen, ansonsten ist die Gemeindepriesterin zuständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Messe tauschen Braut und Bräutigam Treueschwüre aus und erhalten den Segen der [[Sainte Sophie|Heiligen]]. Es gibt viele unterschiedliche Segnungen und Formeln, aus denen die Priesterinnen und das Paar wählen können, weswegen die Eheschließung kein durchorganisiertes Ritual ist. Auch der Ort kann variieren: Kirchen, die Dorfwiese oder ein Thronsaal. Die Hochzeit muss nicht unbedingt in einer Kirche gefeiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein im Adel, der symbolischen Handlungen eine größere Bedeutung zuspricht, gibt es einen festen Teil bei der Hochzeit. Während der Hochzeit trägt die Braut einen weißen Umhang, der Bräutigam einen Umhang mit seinem Wappen. Nachdem die Schwüre ausgetauscht wurden, nimmt der Bräutigam den weißen Umhang der Braut und ersetzt ihn mit seinem Wappenumhang. Dieser [[Hochzeitsumhänge|Manteltausch]] symbolisiert den Wechsel in der Familienzugehörigkeit der Braut, denn sie ist jetzt Teil der Familie ihres Gatten. Wenn [[Erbin|Erbinnen]] heiraten und der Bräutigam in Zukunft den Namen ihrer Familie fort führt, kann auch die Braut den Bräutigam in ihren Umhang kleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hintergrund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Boni</name></author>
		
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