Fief Grailly

Aus Herzogtum Vexin
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Wappen des Fief und der Familie de Grailly

Das Fief liegt im Osten des Vexins und bildet in dieser Himmelsrichtung, eine der Landesgrenzen. Im Norden liegt das Fief Josselin, im Westen die Domaine des Ducs und Mortain, im Süden hat das Fief eine Grenze zum Fief Penthièvre.

Etwa ein Drittel von Grailly, im Süden des Fiefs, sind von den Ausläufern des Fôret Ensorcelé bewaldet. Der Wald wird nach Süden immer dichter, Eichen, Buchen und alle möglichen anderen Arten von Laubbäumen ragen in den Himmel auf. Es gibt nur zwei kleine Dörfer, welche im direkt Wald liegen. Die Menschen in den kleinen Siedlungen trotzen dem dichten Unterholz ihre Ernte ab und roden die kargen Weiden für ihre Tiere. Ganz so, als sei der Wald in der Tat verwunschen, ist das Wetter hier im ganzen Jahr mild. Im Winter fällt zwar Schnee, aber die Bäume schützen die Menschen vor dem Wind. So man mit den Einwohner der kleinen Siedlungen spricht, kann man ab und an, aus dem Munde eines alten Mannes, oder auch der ein oder anderen Frau, welche vom Pilze sammeln kommt, Geschichten über Kobolde und Feen hören, doch ist dies wohl eher Aberglaube und Mittel zum Zweck, auf das die Kinder nicht all zu weit in den Wald gehen.

An die letzten Ausläufer des Waldes schließt sich saftiges Weideland an. Grünes Gras bedeckt die seichten Hügel des Fiefs, genährt und gewässert von den Flüssen, welche durch das Fief fließen. Weit der östlichen Grenze entfernt, entspringt die Sairièe, welche Grailly fast in der Mitte teilt. Ein kleines, fast nicht erkennbares, Delta vereint an der westlichen Dreiecksgrenze Domaine des Ducs, Mortain, Grailly die Sairièe und die Cheaussy, um dann in einem großen, stark fließenden Strom zum Meer zu fließen. Ab diesem Punkt bildet die Sairièe die westliche Grenze zur Domaine des Ducs. Es gibt nur eine offizielle Brücke, welche den nördlichen Teil des Fiefs mit dem Südlichen verbindet. Allerdings nutzen die Einwohner zahlreiche Furten, kleinere Übergänge oder Floß ähnliche Fähren, um über den Fluß zu setzen. In diesem Teil des Fiefs fließt die Sairiée noch nicht all zu stark, abgesehen von einigen Stromschnellen.

Es wäre eine Schande hätten die Einwohner des Fiefs die wunderbare Beschaffenheit der grünen Wiesen nicht genutzt, um Kühe und Pferde zu züchten. So verbringt ein Großteil der Leibeigenen seine Zeit mit Aufzucht, Pflege und dem Verkauf von Kühen und Pferden. Wobei die Rösser aus dem Grailly im ganzen Vexin bekannt, geschätzt und beliebt sind. Nur wenige der Bauern des Fiefs bauen Getreide oder andere Feldfrüchte an.

Nördlich der Sairiée liegt auf einer kleinen Anhöhe das Anwesen der Familie de Grailly. Eine lange Allee, gesäumt von Apfelbäumen führt geschlängelt den Weg hinauf zum Herrenhaus des Seigneurs. Vom Haus aus ist die Sairiée noch gut zu sehen. Bei strahlendem Sonnenschein, welcher sich auf dem Strom spiegelt, ist ihr lieblicher Verlauf fast bis an die Grenze des Fiefs zu sehen. Das Anwesen der Familie ist weitläufig und groß. In der Mitte liegt auf dem erwähnten Hügel das Herrenhaus, welches in weißem Gehölz und rotem Sandstein erbaut wurde. Stets kräuselt sich aus dem Schornstein des Hauses eine kleine Rauchsäule in den Himmel. Auf dem Anwesen findet sich des weiteren eine kleine Schmiede, sowie einige Unterkünfte und Häuser für die Leibeigenen und die Dienerschaft. Das Prunkstück des Fiefs findet sich natürlich auch auf dem Anwesen der Familie: Die Pferdezucht „Les forts et agréables“, wie sie im Volksmund genannt wird. Die Zucht wird seit je her von einer Familie namens „Réstabeé“ geführt und geleitet. Diese Familie steht in Leibeigenschaft der Graillys, allerdings wird die Zuchtleitung stets in der Hand der Familie gelassen. Am Erfolg und der Einzigartigkeit der Pferde läßt sich deutlich erkennen, das die Seigneurs de Grailly stets gut daran getan haben, diese Zucht in der Hand der Réstabeés zu lassen. Im ganzen Fief gibt es drei bekannte Pferdezuchten, welche ihre renommierten Rösser an den Adel bringen. Von all diesen Zuchten ist die „Les Forts et Agréables“ die Bekannteste, vorallem was die Zucht von Turnierpferden angeht.

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